„Mike Müllers schwierigster Auftrag“, schreibt die Westdeutsche Allgemeine und resümiert treffend: „Unterhaltsame, kurzweilige Krimilektüre.“ Wer es überprüfen möchte: „Ihr letzter Tanz“ gibt es überall, wo es gute Bücher gibt – von Autorenhand liebevoll signiert allerdings ausschließlich bei mir. Hier ist der Kontakt. Am schnellsten dürfte es über die sozialen Netzwerke funktionieren. Ich freue mich auf eure Anfragen.
Und darum geht es: Bochums Vorzeige-Privatdetektiv Mike Müller steckt tief in der Klemme. Er soll seinen Freund Jakob beschatten, um herauszufinden, ob dieser fremdgeht. Falls Mike den Auftrag ablehnt, geht Jakobs Gattin Kerstin halt zu einer anderen Detektei.
… und ein pinkes Smartphone in der Hand
„Dann mach ich es lieber“, denkt Mike und übernimmt den undankbaren Job. Prompt wird alles noch viel schlimmer: Jakob stürmt – nach einem rund zehnminütigen Aufenthalt – panisch aus einem Wohnhaus, ein pinkes Smartphone in der Hand. Statt Jakob zu folgen, sieht Mike sich in diesem Haus um – und erlebt in „Ihr letzter Tanz“ Folgendes:
Die Inspektion der ersten Etage nähert sich ihrem Ende, es fehlt nur die vierte Tür. Leider weiß ich nur allzu gut, wie solche Situationen häufig ausgehen. Entweder bekomme ich gleich heftig eins über den Schädel gezogen, jemand drückt mir eine Wumme in den Rücken oder ich finde eine Leiche.
Diesmal ist es die Leiche
Diesmal ist es die Leiche. Ich entdecke sie hinter der angelehnten Tür. Sie führt ins zweite Schlafzimmer. Oder Spielzimmer. Viele Spiegel. Inklusive Decke. Ein Kingsize-Bett. Plüsch. Das meiste Rosa. Oder Pink. Ich kenne die Grenzen nicht. Ja, ja, ich weiß: Pink wie das Handy in Jakobs Hand.
Irgendwo liegen Handschellen herum. Eine Peitsche lehnt an der Wand. Ein Bademantel nachlässig auf den Boden geworfen. Rosa. Oder pink. Fisch und Fleisch. Sadomaso oder Kinderkram. Alle Eventualitäten abgedeckt. Ein typisches Puffzimmer. Und die Dame, die jeden Wunsch erfüllt, ruhet sanft auf besagtem Bett.
Haare. Hautschuppen. Irgendetwas
Ich verharre im Türrahmen. Tatort, echoet es in meinem unversehrten Kopf. Keinen Schritt weiter, Mike. Egal, was du jetzt tust, du wirst Spuren hinterlassen. Haare. Hautschuppen. Irgendetwas. Und die Kriminaltechnik wird es finden. Jakob dürfte Spuren hinterlassen haben, im schlimmsten Fall an der Dame, die sehr tot aussieht.
Die Würgemale an ihrem Hals leuchten feuerrot. Neben ihr liegt ein gigantisches Daunenkissen, das sich prima auf ein Gesicht drücken ließe. Erstickt. Erwürgt. Beides. Egal. Der Dame sollte es mittlerweile egal sein. Ein properes Mädel Mitte zwanzig, blond. Zu Lebzeiten für manche Männer ein Hingucker, zumal in diesem Negligé, einem zarten Anflug von nichts, das Brüste präsentiert, die zum Berühren einladen, stramme Waden.
Ich werde sie nirgendwo berühren, um letzte Gewissheit ob ihres Zustandes zu erlangen. Ich habe, dank meiner cleveren Berufswahl, genügend Leichen gesehen. Klar, wenn ich sie an unverfänglichen Stellen des Körpers berühren würde, könnte ich herausfinden, wie warm dieser Körper ist und Rückschlüsse auf den Todeszeitpunkt ziehen, um der alles entscheidenden Frage näherzukommen: Hat Jakob sie umgebracht? Zwölf Minuten reichen aus, behaupte ich. Und ist er deswegen panisch aus dem Haus gestürmt? Geflohen?
Ihr letzter Tanz: Dance to the Playlist
Bei der obligatorischen Playlist habe ich mich bei „Ihr letzter Tanz“ auf Lieder beschränkt, die das Thema „Tanz“ im Titel tragen. Es kommt also das Wort „Tanz“ oder, wesentlich häufiger, das Wort „Dance“ im Titel vor – oder aber ein bestimmter Tanzstil wie „Tango“, „Samba“ oder „Locomotion“. Bei all dem darf weder die „Dancing Queen“ fehlen noch, wie es sich für einen Krimi gehört, Songs wie „Kriminal-Tango“ und „Murder on the Dancefloor“, und erst recht nicht mein persönlicher Tanz-Favorit „Dancing in the Dark“.*
I’m sick of sitting around here trying to write this book.
*An manchen Tagen mag ich „Murder on the Dancefloor“ lieber. Ich mag vor allem das lässige Video mit dem Tanzwettbewerb. Stark.
PS: Am 23. Oktober lese ich aus „Ihr letzter Tanz“. Alle Infos dazu findet ihr in diesem Blogbeitrag.
PS: Es wurde eine sehr schöne Lesung, dort in Wattenscheid. Wirklich sehr schön. Ich hoffe auf baldige Wiederholung.
PS: Zwischenzeit war „Ihr letzter Tanz“ auf der Buch-Plattform Lovelybooks in zwei Kategorien für Preise nominiert.
