Lektorat

26 Jan. 2026

Wenn ich auf das aller­erste Feed­back von Test­le­sern oder aus dem Lek­to­rat warte, bin ich bei Buch 14 genauso ner­vös wie beim Erst­ling.

Da Buch 14 – Mike Mül­lers 6. Fall – im Self­pu­bli­shing erscheint, habe ich mich selbst auf die Suche nach einem pas­sen­den Lek­to­rat bege­ben. Beim Recher­chie­ren stol­perte ich zunächst über eine für mich neue Info, Motto: Man lernt halt nie aus. Und ich hatte mich noch nie der­art ein­ge­hend damit beschäf­tigt: Es gibt unter­schied­li­che Ansätze für ein bel­le­tris­ti­sches Lek­to­rat.

Stil-Lektorat

Mir ging prompt ein Licht auf: All meine bis­he­ri­gen Bücher haben soge­nannte Stil-Lek­to­rate durch­lau­fen. Ich hatte mich stets gewun­dert, dass es so gut wie keine Anmer­kun­gen zu Plot oder Figu­ren gab. End­lich wusste ich, woran es lag: Dar­auf haben die Lek­to­ren nicht geach­tet.

Ich suchte nun also jeman­den, die oder der haupt­säch­lich auf Unge­reimt­hei­ten in der Story ach­tet. Schließ­lich fand ich den per­fek­ten Lek­tor: Er unter­schei­det bei sei­nen Ange­bo­ten von vorn­her­ein unter ande­rem zwi­schen sti­lis­ti­schem Lek­to­rat und Ent­wick­lungs­lek­to­rat (inklu­sive der Fra­gen: Funk­tio­niert der Plot? Fie­bert man mit den Figu­ren mit?). Außer­dem ist der Lek­tor auf Kri­mis spe­zia­li­siert und genießt einen her­vor­ra­gen­den Ruf.

Das Schlimmste befürchtet

Obwohl er gut zu tun hat, nahm er mich im Spät­som­mer 2025 unter seine Fit­ti­che. Kurz vor mei­ner Mexiko-Reise Mitte Dezem­ber mel­dete er sich schrift­lich: Bevor er wei­ter­macht, müs­sen wir spre­chen. Ich befürch­tete das Schlimmste: ein nicht oder zumin­dest nur sehr auf­wän­dig und teuer zu ret­ten­des Manu­skript.

Wegen Mexiko und ande­rer Pro­jekte sei­ner­seits fand das Zoom-Gespräch erst am 23. Januar 2026 statt. Kurz zuvor hatte er mir das ein­mal über­ar­bei­tete Manu­skript geschickt. Ein abschlie­ßen­des Urteil, wie schlimm es um das Manu­skript steht, bot diese Über­ar­bei­tung nicht.

Unerwartete Wendung

Des­halb war ich beim Zoo­men lange Zeit recht ner­vös – bis her­aus­kam, dass mir der Lek­tor nicht die Levi­ten lesen wollte. Ganz im Gegen­teil: Er wollte miran­bie­ten, den zwei­ten Über­ar­bei­tungs­durch­gang auf wenige Kapi­tel zu redu­zie­ren oder sogar ganz dar­auf zu ver­zich­ten. Das Buch sei bereits gut, der Plot stim­mig und die Figu­ren leben­dig.

Das ging run­ter wie Öl, stellte gleich­zei­tig meine These zu den bis­he­ri­gen Lek­to­ra­ten erheb­lich infrage. Es gibt offen­sicht­lich kaum etwas an mei­nen Geschich­ten zu bemän­geln. Des­halb fehl­ten auch bis­her ent­spre­chende Anmer­kun­gen. Auch eine Erkennt­nis. Ich nehme sie gern mit und feile gleich­wohl noch ein wenig an Mike Mül­lers Aben­teuer auf Sar­di­nien.

PS: Mitt­ler­weile habe ich auch das Kor­rek­to­rat ange­bahnt. Es geht voran. Wenn auch nicht so fix wie erhofft.

Dar­auf kannst du dich freuen, wenn du „Ihr letz­ter Tanz“ liest:

  • Pri­vat­de­tek­tiv als Ich-Erzäh­ler
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  • Venus­falle
  • Betrugs­ma­sche + Social Media + Anbah­nung auf Insta­gram
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Ein signier­tes Exem­plar von Ihr letz­ter Tanz erhal­ten.

Buchcover von Arne Dessauls Bochum-Krimi „Ihr letzter Tanz“