WOHNZIMMERLESUNGEN

22 Aug. 2025

Was ich mit die­sem Text ver­su­che: Men­schen oder Insti­tu­tio­nen fin­den, die mich für Lesun­gen buchen. Fir­men fin­den, die Bücher von mir ver­schen­ken möch­ten. Denn das, also vor allem das mit den Lesun­gen, ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren in der Tat schwie­ri­ger gewor­den, auch wegen Corona. Doof. Sehr doof.

Ab ins Wohnzimmer

Vor knapp zwei Jah­ren hat der Maxi­mum-Ver­lag mal ver­sucht, uns Autoren zu den Men­schen nach Hause zu schi­cken. Nicht wie Robert Habeck an den Küchen­tisch für einen gemein­sa­men Kaf­fee und ein gutes Gespräch, son­dern auf die Couch für eine pri­vate Lesung im Wohn­zim­mer.

Die Sache ver­lief rasch im Sande, bereits im Ansatz. Lei­der, denn eigent­lich ist es eine gute (wenn auch keine neue) Idee. Ich war bis­her zwei­mal bei Leu­ten zuhause, als Autor, meine ich, es waren so Lese­zir­kel und wir haben jeweils über eines mei­ner Bücher gere­det. Gele­sen habe ich nicht.

Aber was nicht ist, kann ja noch wer­den. Unter „Meine Ange­bote und Aktio­nen“ auf mei­ner Autoren­seite biete ich es, biete ich mich an: für pri­vate und öffent­li­che Lesun­gen.

Öffent­lich habe ich schon über hun­dert Mal gele­sen: in Buch­hand­lun­gen, Büche­reien, Kir­chen, Gemein­de­sä­len, Sport­hei­men, Thea­tern, Beer­di­gungs­in­sti­tu­ten, Knei­pen, Dis­cos, Wein­hand­lun­gen, Möbel­ge­schäf­ten, im Rei­se­bus, auf dem Spiel­platz oder an Ori­gi­nal­schau­plät­zen der Bücher.

Lesung im Krimi-Bus als persönlicher Höhepunkt

Ich bin da sehr offen, wie man sieht. Fun Fact: In Beer­di­gungs­in­sti­tu­ten und Wein­hand­lun­gen lief es beson­ders gut: viel Publi­kum, gute Stim­mung, ordent­li­che Buch­ver­käufe. An den Rei­se­bus, der einer Hil­des­hei­mer Buch­händ­le­rin eine Zeit­lang als „Krimi-Bus“ diente, erin­nere ich mich äußerst gern. Wir fuh­ren zu eini­gen Schau­plät­zen alias Tat­or­ten mei­ner Wol­fen­büt­tel-Kri­mis.

Lesun­gen sind ins­ge­samt der wich­tigste Fak­tor bei mei­ner Selbst- und Buch­ver­mark­tung. Obers­tes Ziel dabei: Meine Bücher unters Volk brin­gen, denn: Ich steh voll auf meine Bücher. Sie sind klasse. Mög­lichst viele Leute müs­sen sie unbe­dingt lesen.

Geschenkaktionen für Unternehmen

Bekannt­lich spie­len meine Romane in Wol­fen­büt­tel oder Bochum. Zwei­mal habe ich gezielt Fir­men jeg­li­cher Cou­leur in den bei­den Städ­ten ange­schrie­ben: ob sie sich vor­stel­len könn­ten, meine Bücher zu ver­schen­ken: zu Weih­nach­ten, an Geburts­ta­gen, bei Jubi­läen. An Mit­ar­bei­ter, Kun­den, Geschäfts­part­ner, Gäste. Mit Signa­tur, ver­steht sich. Inklu­sive Rabatt ab gewis­sen Abnah­me­men­gen. Lie­fe­rung frei Haus. Und so wei­ter.

Der Erfolg die­ser Mai­lings ist bis­lang über­schau­bar, aber immer­hin mess­bar. Also, was die erste Aktion betrifft, 2020. 2025 gibt es bis­her zwei Ant­wor­ten: Eine Unter­neh­me­rin hat selbst ein Buch geschrie­ben. Eine Firma hat für 2025 kein Bud­get mehr für Geschenke, aber viel­leicht 2026? Nee is klar …

Wie gesagt: Wohnzimmerlesungen

Für Buch­mes­sen – eine wei­tere prima Chance, sich zu ver­mark­ten – eigne ich mich lei­der nicht so wirk­lich. Ich war ein­mal in Leip­zig (an diver­sen Ver­lags­stän­den), zwei­mal in Mül­heim an der Ruhr und ein­mal in Solin­gen (mit jeweils eige­nen Stän­den) und kam mir – abge­se­hen von zwei, drei Momen­ten in Leip­zig – immer irgend­wie ver­lo­ren vor. Um mich herum war alles (und alle) laut und bunt und schrill. Bei mir lagen Bücher auf dem Tisch.

So, und jetzt bitte noch mal die ers­ten Sätze lesen. Und zei­gen, dass es doch nicht so schwer gewor­den ist. Danke 🙂